Aktuelle Studie von Polycom zeigt:

Videokoferenz wird bis 2016 zum bevorzugten Kommunikationstool im Geschäftsleben

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13.11.2013 -

Nicht weniger als 1.205 Business-Entscheider in 12 Ländern wurden für Studie “Global View: Business Video Conferencing Usage and Trends” im Auftrag von Polycom befragt. Die Studie belegt, dass Videokonferenz hilft die Team-Zusammenarbeit zu verbessern und physische wie kulturelle Distanzen zwischen entfernten Kollegen zu überwinden. Und sie zeigt: Video wird weltweit im Geschäftsalltag mehr und mehr allgegenwärtig.

Fast alle (96 Prozent) der Befragten glauben, dass Videokonferenz Distanzen abbaut und die Produktivität von Teams in verschiedenen Städten und Ländern verbessert. Auf die Frage, welche Kommunikationsmethode sie momentan bevorzugt einsetzen, nennen die Befragten Videokonferenz an dritter Stelle mit 47 Prozent hinter E-Mail (89 Prozent) und Telefon/Konferenz-Calls (64 Prozent). Die gleichen Befragten sehen Video in drei Jahren als bevorzugtes Kommunikations-Tool (52 Prozent), gefolgt von E-Mail (51 Prozent) und Telefon/Konferenz-Calls (37 Prozent). Diejenigen, die Videokonferenz heute einsetzen, sehen folgende drei größte Vorteile des Tools: Bessere Zusammenarbeit mit global verteilten Kollegen (54 Prozent), mehr Klarheit bei den diskutierten Themen (45 Prozent) und effizientere Meetings (44 Prozent).

Über drei Viertel der befragten Entscheider (76 Prozent) setzen Videokonferenz bereits im Arbeitsleben ein. 56 Prozent der Video Anwender nehmen mindestens einmal pro Woche an einem Videomeeting teil. In Brasilien, Indien und Singapur schnellt dieser Wert signifikant nach oben: Hier setzen mehr als zwei Drittel der Befragten Videokonferenz mindestens einmal pro Woche ein. Auch zuhause nutzen 83 Prozent aller Befragten bereits jetzt Consumer Videolösungen nutzen. Fast die Hälfte aller Befragten nutzt Videokonferenz zuhause mindestens einmal pro Woche.

Die Studie zeigt außerdem, dass Laptops und Desktops die bevorzugten Geräte für Business Videokonferenzen sind (für 75 Prozent der Befragten), gefolgt von Konferenzräumen (für 48 Prozent) und mobilen Geräten (für 42 Prozent). Videokonferenz verbreite sich immer mehr.

Während in drei Jahren Laptops und Desktops immer noch die bevorzugten Geräte für Videokonferenzen sein werden (für 72 Prozent), wird die Nutzung von mobilen Endgeräten und Konferenzräumen auf 55 bzw. 51 Prozent steigen.

Empfehlungen für ideale Videokonferenzumgebungen

Die Studie liefert außerdem wichtige Erkenntnisse, welches Verhalten ein ideales Video Meeting ausmacht und was Entscheider als störend empfinden. Die Befragten bewerteten die folgenden drei Kriterien als die wichtigsten für ein ideales Video Meeting:

  • Die Möglichkeit, jeden Teilnehmer gut zu verstehen (68 Prozent)
  • Technologie, die einfach und anwenderfreundlich ist (60 Prozent)
  • Guter Blickkontakt mit den Kollegen/jeder Teilnehmer sollte gut zu sehen sein (58 Prozent)

Die Dinge, die während eines Video Meetings am meisten stören und daher vermieden werden sollten, sind laut Angabe der befragten Videokonferenznutzer, folgende:

  • Klingeln eines Mobiltelefons während des Meetings (58 Prozent)
  • Teilnehmer, die sich von unpassenden Orten aus einwählen – beispielsweise aus öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften (52 Prozent)
  • Teilnehmer, die nebenher mit anderen Dingen beschäftigt sind oder abgelenkt wirken – zum Beispiel durch Tippen auf der Tastatur (51 Prozent)
  • Störungen im Hintergrund, beispielsweise durch Kollegen, Musik, laute Geräusche (50 Prozent)

Was in einem Land als störend empfunden wird, ist in einem anderen egal

Die Polycom Studie beleuchtet die unterschiedlichen Meinungen der Nutzer von Video Collaboration in verschiedenen Ländern.

Aktivitäten im Zusammenhang mit Video Collaboration, die in einem Land stören, werden in einem anderen akzeptiert.

 

  • Das Aussehen ist von Bedeutung. Auf die Frage, ob es störend ist, wenn Teilnehmer einer Videokonferenz keine Business-Kleidung tragen, führen Singapur, Polen und Indien bei den Antworten mit “Ja” (26, 23 und 29 Prozent). Am Ende der Liste bewegen sich hier Großbritannien, Russland und die Niederlande. Hier finden es nur 10 Prozent der Befragten oder noch weniger störend, wenn in Videokonferenzen keine Business-Kleidung getragen wird.
  • APAC sieht Video als kritisches Tool für die internationale Kommunikation. In der Region Asia-Pacific (APAC) ist der Einsatz von Videokonferenz für die internationale Kommunikation zwischen Kollegen in verschiedenen Ländern am wichtigsten (65 Prozent) während den Austausch per Video mit Kollegen im eigenen Land 57 Prozent pflegen.
  • Neukundengewinnung. Indien führt, wenn es um den Einsatz von Videokonferenz für die Gewinnung von neuen Kunden geht. 60 Prozent der Befragten gaben hier an,  Videokonferenzen dafür einzusetzen, gefolgt von Russland und Brasilien mit 49 bzw. 44 Prozent. Weltweit nutzen 38 Prozent der Befragten Video für die Neukundenakquise.
  • Vorstellungsgespräche per Video. Die USA führen hier die Liste an: 32 Prozent der Befragten, die Videokonferenz nutzen, setzen das Tool für Bewerbungsgespräche ein, gefolgt von APAC mit 28 Prozent.
  • Flexibles Arbeiten. Die meisten Befragten in der EMEA-Region nutzen die Technologie, um sich mit Kollegen länderübergreifend auszutauschen. An zweiter Stelle steht hier der Einsatz von Videokonferenz, um flexible Arbeitsumgebungen zu ermöglichen.

 

 

 

Berufsbedingte Unterschiede

Videokonferenz ist über mobile Geräte oder Laptops praktisch für alle Mitarbeiter verfügbar. Bei der Umfrage zeigte sich, dass Video-Anwender in verschiedenen Funktionen innerhalb eines Unternehmens Video auf leicht unterschiedliche Art nutzen, um Distanzen zu überwinden:

  • CEOs und Gründer gaben an, dass sie Videokonferenzen hauptsächlich für flexibles Arbeiten sowie Meetings zwischen Büros bzw. für lokale Meetings (jeweils 50 Prozent) nutzen, gefolgt von internationalen Meetings (46 Prozent), New Business/Sales und Firmen- bzw. Abteilungs-Meetings (jeweils 39 Prozent).
  • In einer durchschnittlichen Woche nutzt die Marketing-Abteilung Videokonferenz am häufigsten (64 Prozent nutzen Video mindestens wöchentlich), gefolgt von IT/Engineering und der Abteilung für Betriebsanlagen (62 Prozent nutzen Video mindestens wöchentlich). Wenn es um die tägliche Nutzung von Video im Arbeitsleben geht, sind allerdings Mitarbeiter in der Personalabteilung die Poweruser (hier geben 32 Prozent an, Videokonferenz täglich zu nutzen), gefolgt von Vertriebsmitarbeitern (28 Prozent geben hier an, Videokonferenz täglich zu nutzen).
  • In den Bereichen IT/Engineering und Produktion/Logistik wird Video Collaboration am häufigsten für interne Meetings genutzt. Jeweils 61 und 58 Prozent der Befragten geben an, dass sie Video nutzen oder nutzen würden, um intern mit ihren Kollegen von Angesicht zu Angesicht zusammenzuarbeiten. Tatsächlich zeigt die Studie, dass Mitarbeiter in diesen zwei Funktionen Video Collaboration mehr für internationale als für lokale Video Meetings innerhalb des eigenen Landes nutzen. 
  • Alle Befragten nutzen Videokonferenz unabhängig von ihrer Rolle hauptsächlich für Meetings mit anderen Büros im Inland, gefolgt von Meetings mit anderen Büros im Ausland. Die überwältigende Mehrheit der Befragten gibt an, dass es bei der Nutzung von Videokonferenz wichtig ist, zu versuchen, die Kulturen anderer Länder zu verstehen (97 Prozent). 89 Prozent wünscht sich die Einführung von Verhaltensregeln, damit sie geschäftliches Videokonferenz noch besser nutzen können.